Herbstübung der Stadtfeuerwehr Bad Iburg

Regelmäßig stellen die Feuerwehren Bad Iburg und Glane die Zusammenarbeit bei einer Übung unter Beweis.

In diesem Jahr mussten die beiden Wehren sich der Aufgabe stellen, in einem Gewerbebetrieb Menschen nach einem Betriebsunfall zu retten, auslaufendes Gefahrgut zu bergen und eine Ausbreitung auf dem Gelände sowie das Eindringen von Chemischen Stoffen in die Kanalisation zu verhindern.

 

Das von Stadtbrandmeister Stephan Pax und seinem Stellvertreter Bernd Happe ausgearbeitete Szenario sah vor, dass es bei Arbeiten an einer Elektroverteilung zu einem Kurzschluss kam und der Elektriker einen Stromschlag bekam. Durch den auftretenden Lichtbogen hat sich ein weiterer Arbeiter erschrocken und stieß mit der Gabel eines Staplers in einen mit Lauge gefüllten Behälter. Durch die austretenden Dämpfe wurden zwei weitere Personen im näheren Umfeld mit geschädigt. Dieses Szenario ist durchaus Realitätsnah.

 

Die Aufgabenverteilung in der Stadtfeuerwehr Bad Iburg sieht vor dass die Ortsfeuerwehren neben der Brandbekämpfung jeweils einen Tätigkeitsschwerpunkt haben, somit ist die Ortsfeuerwehr Bad Iburg für die technische Hilfeleistungen und die Ortsfeuerwehr Glane für Gefahrgutabwehr zuständig.

Die Kameraden der Glaner Feuerwehr wurde damit beauftragt, unter entsprechenden Vollschutzanzügen, die Verletzten zu retten und im Anschluss das Gefahrgut aufzunehmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Bad Iburg errichteten derweil die Wasserentnahmestelle, verlegten die Schlauchleitungen ca. 300 m bis zur Einsatzstelle und stellten den Brandschutz sicher. Des Weiteren wurde eine Wasserwand mit einem Wasserwerfer hergestellt um Dämpfe niederzuschlagen.

Im Verlauf der Übung kam auch die in Glane vorgehaltene "Dekontaminationsdusche" zum Einsatz. In dieser Dusche werden alle Personen, die Kontakt zu einem Gefahrstoff hatten gründlich gereinigt.

 

Unter realistischen Bedingungen wurde bei dieser Übung ebenfalls ein Schwerpunkt auf die Taktik der Einsatzleitung gelegt. So wurde die Einsatzstelle in verschiedene Einsatzabschnitte unterteilt und die gesamte Einsatzleitung an den Stadtbrandmeister übergeben. Mit der Unterstützung seines Stellvertreters und den in der Stadtfeuerwehr zur Verfügung stehenden Einsatzleitwagen konnte der gesamte Einsatz koordiniert werden.

Der Einsatzleitwagen ist unerlässlich, da bei einem entsprechenden Einsatz jeder Funkspruch dokumentiert wird um das weitere Vorgehen zu koordinieren.

 

Die einzelnen Einsatzabschnitte wurden von den jeweiligen Ortsbrandmeistern Rolf Kleinschmidt und Andreas Kemper geleitet.

Nach rund eineinhalb Stunden verkündete Stephan Pax das Übungsende, nachdem alle gestellten Aufgaben zur vollen Zufriedenheit erledigt wurden.

Die vier Verletzten sind als Darsteller von der „Realistischen Notfalldarstellung-Gruppe“ vom DRK gestellt und geschminkt worden. Die ebenfalls bei der Übung anwesende Bürgermeisterin Annette Niermann und die Ordnungsamtsleiterin Barbara Götting zeigten sich erfreut und gleichfalls beruhigt, eine entsprechend ausgebildete und schlagkräftige Feuerwehr in der Stadt vorzuhalten. [BH/TK]