Feuerwehr Glane besucht Malteser in Georgsmarienhütte

Ein besonderer Dienstabend fand am 21.02.2017 statt. Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Glane besuchten den Malteser Hilfsdienst Georgsmarienhütte in seiner Dienstelle in der Eisenbahnstraße in Georgsmarienhütte.

Hier hatten die Malteser zwei Ausbildungsstationen vorbereitet. Zum einen wurde das Vorgehen und die Zusammenarbeit zwischen Sanitätspersonal und Feuerwehr bei einem Atemschutznotfall trainiert und zum anderen wurden die Fahrzeuge der Hilfsorganisation ausführlich vorgestellt.

 

Das angenommene Szenario für den Atemschutznotfall war einfach. Ein Feuerwehrmann hat während eines Atemschutzeinsatzes, aufgrund eines kardialen Notfalls, das Bewusstsein verloren und atmet nicht mehr. Nun müssen Atemschutzgerät und Feuerwehreinsatzkleidung entfernt werden - alles unter laufenden Reanimationsmaßnahmen.

Hierzu kniet ein Kamerad als "Kopfhelfer" hinter dem betroffenen Atemschutzgeräteträger und stabilisiert ihn. Dies ermöglicht eine Herzdruckmassage trotz des angelegten Atemschutzgerätes. Er entfernt zudem Helm, Flammschutzhaube und Atemschutzmaske.

Zwei weitere Kameraden fungieren als "Seitenhelfer" indem sie neben dem Kameraden knien. Während einer der Seitenhelfer die Herzdruckmassage - ohne Unterbrechung - durchführt, öffnet der andere Seitenhelfer sämtliche Gurte des Atemschutzgeäretes bzw. lockert diese so weit, dass die Arme befreit werden können. Dann entfernt er die Handschuhe und öffnet die Jacke mittels Panikreißverschluss.

Nun kann der Kopfhelfer die Jacke und das Atemschutzgerät greifen und festhalten. Die Herzdruckmassage wird kurzzeitig unterbrochen, während der anderen Seitenhelfer den Betroffenen an den Beinen greift und nach unten zieht. Dadurch wird der verunfallte Kamerad vom Gerät weggezogen und gleichzeitig von der Jacke befreit.

Nun kann die Herzdruckmassage wieder aufgenommen und durch eine Atemspende ergänzt werden. Der betroffenen Kamerad kann jetzt den Sanitätern übergeben werden, welche alle weiteren Maßnahmen ergreifen und den Kameraden später einem geeigneten Krankenhaus zuführen.

 

Hierfür wird ein Rettungswagen genutzt, wie ihn auch der Malteser Hilfsdienst Georgsmarienhütte hat. Mit diesem Fahrzeug rücken die Malteser hauptsächlich zur Entlastung des Regelrettungsdienstes bei Feuerwehreinsätzen in den Südkreis Osnabrück aus. Dadurch kam es bereits in der Vergangenheit zu Einsätzen im Stadtgebiet Bad Iburg, bei denen die Malteser angerückt sind und die Kameraden aus Bad Iburg bzw. Glane abgesichert haben.

Ein weiteres Fahrzeug, welches den Kameraden vorgestellt wurde, war ein ehemaliger Rüstwagen 1, den die Malteser zu einem Gerätewagen Licht umgebaut haben. Gemeinsam mit einem Lichmatsanhänger handelt es sich hierbei um die Fachgruppe Beleuchtung. Diese rückt unter anderem zur Unterstützung von Feuerwehr oder Polizei aus, um Einsatzstellen auszuleuchten, Rettungs- und Bergunsarbeiten abzusichern oder Hubschrauberlandeplätze auszuleuchten. Die Feuerwehr hat jederzeit die Möglichkeit die Fachgruppe, über die Leitstelle in Osnabrück anzufordern.

 

Für Feuerwehr und Malteser war es ein sehr interessanter Dienst, der in Zukunft wiederholt werden soll.

[JL]