Feuerwehren aus Glane und Hilter üben für den Ernstfall



Ein Kellerbrand bei der Firma Poggemann mit mehreren Vermissten und Verletzten in Glane-Sentrup war der Ausgangspunkt einer Übung der Feuerwehren aus Glane und Hilter am vergangenen Mittwoch.

Um 18:50 ertönten zunächst die Funkmeldeempfänger der Glaner Kameraden. „Kellerbrand bei der Firma Poggemann in der Niedersachsenstraße im Ortsteil Sentrup“ mit diesen ersten Informationen rückte drei Minuten später das erste Fahrzeug der Feuerwehr Glane aus. Währenddessen wurde durch die Regionalleitstelle Osnabrück die Feuerwehr Hilter zur nachbarschaftlichen Löschhilfe nachalarmiert, da mittlerweile mehrere Notrufe eingelaufen sind. Am Einsatzort bot sich den Feuerwehrmännern folgendes Bild. In dem Kellerbereich der Industriehalle der Firma Poggemann kam es zu einem Feuer in der Heizungsanlage. Dadurch entstand eine Verpuffung. Der gesamte Keller sowie die Industriehalle war bereits beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge stark verraucht. Drei Mitarbeiter schafften es nicht mehr rechtzeitig ins Freie, und mussten von der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz gerettet werden. Einsatzleiter Markus Große-Albers, von der Feuerwehr Glane, übernahm in Zusammenarbeit mit Stadtbrandmeister Stephan Pax von der Stadtfeuerwehr Bad Iburg die Koordination der beiden Feuerwehren. So wurden sämtliche Räumlichkeiten durch mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz nach Personen abgesucht. Da die Wasserentnahmestelle durch einen nahegelegenen Löschteich hergerichtet werden sollte, waren die direkt an der Firma liegenden Unterflurhydranten für die Übung nicht zu benutzen. Bei der anschließenden Nachbesprechung gab es somit nicht viel zu bemängeln. Viel mehr kann man Stolz auf eine so gut funktionierende Nachbarschaft sein, auf die man sich stets verlassen kann.

Ausgearbeitet wurde die Übung, wie in den vergangenen Jahren auch, von Frank Hengelbrock von der Feuerwehr Glane und Michael Werner von der Feuerwehr Hilter. Ein großes Dankeschön gilt auch an die Firma Poggemann, welche das Übungsobjekt für die Alarmübung der beiden Feuerwehren zur Verfügung gestellt hat, sowie an die Realistische Unfalldarstellung des DRK Ortsverein Hagen a.T.W. unter der Leitung von Katrin Schade-Rolf, welche die 3 Verletzten realitätsnah mit künstlichen Verbrennungen schminken konnte.

 

Text: Daniel Holtgrewe

Fotos: Michael Werner (Feuerwehr Hilter)