Tag der offenen Tür an der Dörenbergklinik

Die Rettung von Personen nach einem Verkehrsunfall zeigte die Feuerwehr Bad Iburg im Rahmen des Tags der offenen Tür an der Dörenbergklinik.

Es wurde angenommen, dass nach einem Unfall ein PKW einer so genannten Seitenlage zum Stehen gekommen war und der Fahrer im Fahrzeug eingeschlossen war.

Bei einem solchen Einsatz übernimmt die Besatzung des LF 8/6 die technische Rettung in Absprache mit Notarzt und Rettungsdienst.

Neben den technischen Geräten wurde vor allem Vorgehen und Taktik den Zuschauern näher gebracht.

Moderiert von Ortsbrandmeister Rolf Kleinschmidt arbeiteten die neun Kameraden das Szenario ruhig aber zügig ab. 

Nach einer kurzen Erkundung durch den Gruppenführer wurden die Einsatzbefehle gegeben. Gemäß Dienstvorschrift bereitete der Angriffstrupp zunächst die Sicherung des Fahrzeugs vor. Hier kamen Schlauchbrücken und das Stabfast-System zu Einsatz.

Der Melder fungierte als „Innerer Retter“ und wurde im Inneren des Fahrzeugs eingesetzt. Hier war er für den Gruppenführer Technik zum einen das Sprachrohr zur Erkundung der verbauten Technik wie z. B. Airbags, Gurtstraffer, etc. und zum anderen medizinische Betreuung für die eingeklemmte Person.

Der Schlauchtrupp bereitete derweil eine Ablagefolie vor auf der alle Geräte zur technischen Rettung übersichtlich und zugriffsbereit abgelegt wurden.

Der Wassertrupp sicherte die Unfallstelle und sorgte für den dreifachen Brandschutz in Form von Wasser, Schaum und Pulver.

Nachdem das Fahrzeug gesichert war, schnitt der Angriffstrupp die Frontscheibe mit einer speziellen Säge zur Hälfte heraus. So konnte die Person über ein Rettungsbrett schonend befreit werden.

Unterdessen bauten Wassertrupp und Schlauchtrupp die Rettungsplattform auf um die Beifahrertür mit hydraulischem Rettungsgerät öffnen zu können.

Nach dem Entfernen der Beifahrertür wurde noch das Dach abgeklappt. Hierzu wurden mit Schere und Spreizer A-, B- und C-Säule durchtrennt. So konnte das Dach wie bei einer Konservendose auf ganzer Länge geöffnet werden. Alle Schnittkanten wurden zur Absicherung mit Tüllen abgedeckt um die Verletzungsgefahr zu minimieren.

Am Ende konnten sich die Zuschauer davon überzeugen mit welcher Taktik die Einsatzkräfte vorgehen und welche körperlichen und psychischen Belastungen die einzelnen Personen bei dieser Art von Einsatz konfrontiert werden.

[JH/DS]